IMS-Blog – erste Schritte in der Arbeitswelt
Als Anbieter einer erfolgreichen Bildungslösung freut sich Tocco, jungen Menschen selbst eine Ausbildungsstelle anbieten zu können. So heissen wir seit August 2022 Lorenz und Robin ganz herzlich im Team willkommen. Ihre Erfahrungen in der Arbeitswelt teilen sie in der Serie «IMS-Blog».
Teil 2 von 4 der Serie «IMS-Blog» von Robin und Lorenz – «Jetzt gilt es ernst. Wir lernen die Tocco-Software kennen. Mal sehen, ob wir das gelernte Wissen anwenden können.»
August und September 2022 – Berechtigungen, Rollen und erste Arbeiten am Master
Berechtigungen und Rollen
Wir haben beim Tippspiel die 7. Aufgabe erfolgreich abgeschlossen. Bei dieser Aufgabe wurde das Thema Berechtigungen behandelt. Berechtigungen regeln, wer was mit welcher Rolle sehen, bearbeiten oder löschen kann, respektive darf. Ausserdem haben wir während unserer zweiten Runde im Homeoffice am Freitag mit der ersten Java-basierten Aufgabe begonnen. Bei dieser Aufgabe geht es darum, sich mit den komplexen Validierungen zu befassen. Eine Validierung benötigt man, um zu überprüfen, ob die Benutzereingaben den Vorgaben des Programmes entsprechen. Bei dieser Aufgabe gab es wie immer ausreichend Unterstützung von unserem Götti Stefan.
Erste Arbeiten am Master
Wir konnten schon in den ersten Wochen das erste Mal etwas für den Tocco-Master machen. Zur Überraschung war Java doch einfacher als erwartet. Wie immer beim Tocco-Framework wird man als erstes von den vielen Möglichkeiten überwältigt. Die Validatoren erwiesen sich zu Beginn als echte Knacknuss, nach dem man aber 1–2 Tage mit denen gearbeitet hat, ist es meiner Meinung nach einfach, mit denen etwas zu «basteln». Diese Erfahrung gilt auch bei den Tests. Es hat mich überrascht, wie die Tests aufgebaut sind, alles läuft automatisch mit vorgefertigten Testdaten. Dadurch kann man verschiedene Tests inklusive Testdaten schnell erstellen und überprüfen lassen.
Vertieft in die Arbeit – Robin, IMS-Praktikant bei Tocco.
Erstes Fazit
Das Arbeiten mit Java hat uns sehr viel Freude bereitet, da ich um ehrlich zu sein kein grosser Fan von XML-Files bin. Allerdings haben mich die XMLs bei der Tocco überrascht und ich habe gelernt, dass man diese in Kombination mit einem riesigen Framework nicht unterschätzen darf.
Ich freue mich auf die weiteren und noch schwierigeren Aufgaben und hoffe, dass ich dann in der Lage bin, diese schnell und einfach umzusetzen.
Erste Rückmeldung der Göttis
Nach einem Monat fanden die ersten Gespräche statt. Da haben wir Feedback und konstruktive Kritik von unserem Götti Stefan und Leiter Entwicklung und DevOps Marcel erhalten, aber auch wir konnten konstruktive Kritik ausüben und erzählen, was uns gefällt und was weniger. Heute hatten wir ausserdem unsere erste Team-Info, bei der wir mehr Einblicke hinter die Kulissen des Unternehmens erhielten. An den monatlichen Team-Infos informiert CEO Sascha Bachmann alle Mitarbeitenden über den Stand des Unternehmens und der einzelnen Abteilungen.
Quality-Day
Während des Quality-Days haben wir nicht am Tippspiel weitergearbeitet, sondern uns aktiv an der Verbesserung des Toccos und dessen Entwicklung beteiligt. Konkret – wir durften das Tocco auf die Kompatibilität mit mobilen Geräten testen. Dafür haben wir ein iPad bereitgestellt bekommen, und dazu konnten wir unsere eigenen Smartphones verwenden.
Aber wie wird Software eigentlich getestet? Das ist im Grunde ganz einfach: Wir haben sogenannte Testfälle bekommen, in denen genau beschrieben ist, wie was funktionieren muss. Unsere Aufgabe ist es dann herauszufinden, ob die geforderte Sache auch wirklich funktioniert, oder ob es da noch Verbesserungspotential gibt. Unsere Testergebnisse halten wir anschliessend in einem Dokument fest, welches nach dem Testdurchlauf an den Product-Owner Juan weitergeleitet wird.
Oktober
Installation Tocco-Client, Aufgaben in React, Meme-Generator
Nach der Installation des Tocco-Clients hat uns unsere neue Gotti Isabel eine kleine Einführung in den Aufbau und in die Funktionen gezeigt. Danach wurden wir ins kalte Wasser geworfen mit der ersten Tutorial-Aufgabe. Bei dieser Tutorial Aufgabe sollen wir ein eigenes Tic-Tac-Toe mit React erstellen und dabei die wichtigsten Funktionen und Gegebenheiten kennenzulernen. Irgendwann wurde uns das Tutorial zu schwer und zu wenig ausführlich. Darum haben wir uns entschieden, mit einer anderen Tutorial-Serie, welche uns Kollege Yilmaz empfohlen hat, um die Basics von React zu lernen. Während dieser Tutorial-Reihe haben wir viele kleine Mini-Projekte realisiert. Eines von diesen Projekten war, die Landing-Page der AirBnB-Experience Seite nachzubauen und kleine Karten mit Angeboten dynamisch anzeigen zu lassen. Das Abschlussprojekt handelte von einem Meme-Generator, mit welchen man ein zufälliges Bild aus einer API laden und mit einem Text versehen konnte.
REST-API
Ein sehr interessantes Kapitel ist das Erstellen einer REST-API. Wir müssen das Backend unseres Tippspieles so programmieren, dass ein potenzieller Benutzer Abfragen über ein Turnier machen kann und dann eine Rangliste der Teilnehmer bekommt. Diese Aufgabe hat uns mehrere Tage beschäftigt, da es doch noch einige knifflige Funktionen gibt, die uns etwas Kopfzerbrechen bereitet haben.
November
Besuch aus der Schule, Wechseln in den Business-Service
Wir durften das erste Mal beim Sprint-Review und somit beim Verteilen von Story-Points und anschliessender Sprint-Planung für den nächsten Sprint dabei sein. Ausserdem war Herr Keller, unser Lehrer der Kantonsschule Frauenfeld zu Besuch. Er hat sich informiert, ob Tocco mit Lorenz zufrieden ist und ob etwas am Lehrplan geändert oder ergänzt werden sollte. Allgemein wollte er auch als Ansprechperson von Lorenz mal sehen, woran und mit wem er arbeitet. Auch haben wir mitbekommen, dass wir am 28.11.2022 von der Produktentwicklung in den Business-Service wechseln werden.
Tüfteln und lernen – Lorenz, IMS-Praktikant bei Tocco.
Aktive Mitarbeit Entwicklung Produkt
Obwohl wir bereits unsere ersten Erfahrungen sammeln konnten mit React im Zusammenhang mit dem Tocco waren die Aufgaben nicht unbedingt einfach, was ja auch verständlich ist, denn uns fehlt noch die Routine. Jedoch sind wir mit den Resultaten zufrieden und es freut uns, dass wir uns nun aktiv an der Mitentwicklung beteiligen dürfen.
Wie fühlt sich die Arbeitswelt an?
Es ist schon ein deutlicher Unterschied zum Schulleben, obwohl wir in der Schule auf das vorbereitet worden sind. Hatten wir dennoch Lücken und das Arbeitsleben sieht doch anders aus als erwartet. Das Beste am Arbeitsleben im Vergleich zur Schule, war das Gefühl, dass man nach der Arbeit wirklich mit allen Aufgaben von heute fertig ist. Man musste nicht so wie in der Schule nach der Schule noch Hausaufgaben machen oder lernen, sondern man hatte wirklich Zeit für sich. Das machte sich auch am wohlverdienten Wochenende deutlich bemerkbar. Dafür fühlen sich die Tage aber generell etwas länger an, da man sehr selten volle 8 Stunden Schule am Tag hatte.
Bin ich von der Schule gut auf die Arbeitswelt vorbereitet worden?
Die Schule hat uns grundsätzlich eine stabile Grundlage an Programmierfähigkeiten vermittelt. Die Schulen der beiden Praktikanten haben auch die Techniken unterrichtet, die in der Tocco verwendet werden, wie zum Beispiel Java. Ebenfalls wurde das Arbeiten in der Gruppe und der Umgang mit dem Versionsverwaltungstool Git bereits vermittelt. Jedoch mussten wir feststellen, dass wir, zumindest, mit Git noch nicht so vertraut sind, wie wir ursprünglich gedacht haben.
Was würde ich der Schule aufgrund meiner Erfahrungen rückmelden?
Aktuellere Techniken wie zum Beispiel «React» zu unterrichten, sich intensiver mit essenziellen und grundlegenden Techniken wie Git auseinandersetzen und auch den Umgang mit solchen Tools genauer bewerten. Bei uns musste man zum Beispiel das fertige Projekt auf GitHub hochladen, aber ansonsten haben wir nicht wirklich damit gearbeitet, da es für uns als Gruppe zu «kompliziert» war. Hätten die Lehrer allerdings auch den Verlauf und die Änderungen vom Git-Projekt gecheckt und bewertet, dann wären wir wirklich gezwungen gewesen, das Projekt mithilfe von Git in der Gruppe zu realisieren. Dann hätte es nicht mehr gereicht, nur das Resultat zu hochzuladen. Eine weitere Sache, welche im Unterricht ein bisschen gefehlt hat, war das Einhalten von Code Contributing Guidelines, also das Einhalten von Richtlinien, wie der Code aussehen soll. Das ist immer wieder von Firma zu Firma unterschiedlich, aber generell wurde darauf ein bisschen zu wenig geachtet.
Im nächsten Teil der Serie mehr zum Thema «Verantwortung».
