Hintergrund

Neue QR-Rechnung ab 2019

Die voranschreitende Globalisierung rückt Länder und Märkte immer näher zusammen, Transaktionen werden durch schnellere Verbindungen und leistungsfähigere Endgeräte immer schneller möglich. Diese neue Nähe braucht einen Zahlungsstandard, der Abläufe vereinfacht. Dieser neue Standard wurde nun definiert und greift auch in die Fakturierungs- und Zahlungsprozesse.

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Ziel des ISO-20022-Standards auf Basis von XML (Extensible Markup Language) ist eine weltweite Angleichung des elektronischen Datenaustausches und dadurch ein höherer Automatisierungsgrad der Zahlungsprozesse. – PaymentStandards.ch

Der neue Zahlungsstandard ISO 20022 wird Ende 2017 von den Finanzinstituten eingeführt. Die neue Rechnung kann ab Januar 2019 eingesetzt werden und unterscheidet sich optisch stark zu den aktuell verwendeten sieben Varienten des Einzahlungsscheines. Die kommende Rechnung ist weiss und verfügt über einen QR-Code mit Schweizer Kreuz.

Die wesentlichen Neuerungen für Rechnungssteller:

  • Die QR-Rechnung kann mit handelsüblichen Druckern selbst erstellt werden, da der Zahlteil nur noch schwarz-weiss ist.
  • Die QR-Rechnung kann zusätzliche Informationen wie beispielsweise die UnternehmensIdentifikation oder eine Rechnungsnummer an den Rechnungsempfänger enthalten, die eine automatische Abstimmung mit der Buchhaltung ermöglichen.
  • Der QR-Code selbst kann beispielsweise auf Plakaten oder Flyern angebracht (z.B. für Spenden) und für heute schon bestehende oder zukünftige alternative Verfahren genutzt werden; im Gespräch sind beispielsweise die E-Rechnung und TWINT.


Die wesentlichen Neuerungen für Rechnungsempfänger:

  • Der Zahlteil der QR-Rechnung ist schwarz-weiss statt farbig, was für einen besseren Kontrast sorgt und dadurch die Lesbarkeit auch für Personen mit eingeschränktem Sehvermögen verbessert.
  • Mit nur einem Klick können sämtliche Zahlungsinformationen beispielsweise per Smartphone (Mobile Banking) oder Lesegerät (E-Banking) erfasst und an die Bank gesendet werden.
  • Die manuelle Erfassung oder nachträgliche Ergänzung von Daten entfällt.
  • Alle für die Zahlung notwendigen Informationen sind sowohl im QR-Code enthalten als auch auf dem Zahlteil aufgedruckt und damit ohne technische Hilfsmittel lesbar.
  • Die QR-Rechnung steht auch für alternative Verfahren wie beispielsweise TWINT oder die E-Rechnung, falls der Rechnungssteller dies anbietet.
  • Die detaillierte, über 40-seitige Spezifikation wurde heute auf PaymentStandards.CH veröffentlicht


Tocco arbeitet bereits an der Einführung des neuen Einzahlungsscheins und wird diesen in einer nahen Version allen Kunden zur Verfügung stellen.